ES ist zurück – Meine Kritik zu Kapitel 2

ES ist zurück  – Meine Kritik zu Kapitel 2

In ES Kapitel 2 kehrt der Klub der Verlierer zurück nach Derry um dem bösen Clown Pennywise das Fürchten zu lehren… Na ja, eigentlich erinnern sich Bill, Beverly, Richie, Stanley, Ben und Eddie gar nicht mehr so richtig an die Geschehnisse aus ihrer Kindheit.

Diese liegen ja auch immerhin schon 27 Jahre zurück… Und mittlerweile lebt, bis auf Mike, auch kein Mitglied ihres exklusiven Klubs mehr in der beschaulichen Kleinstadt. Dafür erinnert sich dieser aber umso besser an das was vor so langer Zeit passiert ist und natürlich auch an den Schwur, den sich die sieben Freunde damals geleistet haben.

Sinngemäß: Wenn ES zurück kommt, werden auch wir wieder zur Stelle sein und dem Clown zeigen wo der Hammer hängt.

ES Kapitel 2

Also holt Mike die übrigen Klubmitlgieder kurzerhand wieder ins Boot, während auch ES die Truppe Willkommen heißt.

Um sich wieder an alles zu erinnern müssen Bill, Bev, Richie und die anderen ihren persönlichen Totem finden. Dieser löst nicht nur die Erinnerungsblockade, sondern ist auch ein wichtiges Utensil um ES aufzuhalten.

Soweit so gut.

Leider schaffte ES Kapitel 2 es nicht so richtig mich abzuholen und in seinen Bann zu ziehen. Die knapp drei Stunden Laufzeit gingen zwar schnell herum, aber trotz dieser Länge kamen einige Dinge zu kurz.

Blasse Charaktere

So sparte man sich z.B. Zeit und Energie die einzelnen Geschichten der Klubmitglieder aus den letzten 27 Jahren näher zu beleuchten. Mike holt jeden aus seinem derzeitigen Alltag heraus und beordert ihn bzw. sie nach Derry zurück. Es bleibt aber offen wer die Freunde inzwischen sind. Wann sind sie aus ihrer alten Heimat in die große, weite Welt ausgerückt und was ist dort aus ihnen geworden?

Sicher, wir Zuschauer erfahren, dass Bev kein gutes Händchen für Männer zu haben scheint, ebenso erfahren wir was mit dem komischen Jungen passiert ist, der plötzlich angefangen hat überall rote Ballons zu sehen. Natürlich wird auch gezeigt, was Eddie, Bill und der Rest der Truppe so machen, aber alles leider viel zu kurz und nur sehr oberflächlich.

Zack sind die aktuellen Leben der Klubmitglieder abgearbeitet und Zack sitzen sie auch alle wieder zusammen, lachen, trinken und beleidigen gegenseitig ihre Mütter…

Darunter leidet unter Anderem der Bezug zu den Protagonisten, da dieser nur schwer bis gar nicht aufgebaut werden kann. Schnell entsteht der Eindruck, dass die „Alten“ gar nicht zu ihren jüngeren Ichs passen und so wird, trotz guter Besetzung, jede Menge Potenzial verschenkt.

Wie gruselig ist ES Kapitel 2?

Schade, aber vielleicht kann ES Kapitel 2 dann wenigstens im Bereich Grusel punkten?

Nö! Es gibt ein paar nette Jump-Scares, aber weder eine allgemeine noch eine kurzzeitige Gruselstimmung kommen auf.

Dabei sind die Effekte und Animationen wirklich gut, wenn auch stellenweise etwas übertrieben. Bei Bevs Besuch in ihrer alten Wohnung wäre weniger CGI z.B. mehr gewesen. Ohne dabei jetzt näher ins Detail gehen zu wollen.

Dann hat man sich bestimmt alles für das Ende aufgespart, richtig?

Und wieder: Nö! Effekttechnisch wurde zwar einiges geboten, aber trotzdem wirkte es irgendwie unspektakulär und wurde viel zu schnell abgehandelt.

Als ES dann keine wirkliche Rolle mehr spielt, wird es nochmal verwirrend. Aber ich möchte die Pointe bzw. das Ende nicht verraten.

ES Kapitel 2: Mein Fazit

Insgesamt lies mich ES Kapitel 2 leider enttäuscht den Kinosaal verlassen. Es war ganz nett ihn gesehen und ein Finale zu dem deutlich besseren ersten Kapitel gesehen zu haben, aber…

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